Minibackofen mit Mikrowelle: Teufelszeug oder einfach praktisch?

Seit der Markteinführung der ersten Mikrowellenherde stehen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber. Die Einen benutzen ihr Gerät sorglos und begeistern sich für seine Vielseitigkeit, die Anderen halten Mikrowellen für unberechenbar und gefährlich. Ein Minibackofen mit Mikrowelle könnte als Kombination aus zwei Geräten sogar noch mehr potentielle Gefahren in sich bergen. Doch stimmt das tatsächlich? Pro und Contra lesen Sie hier.

Elektromagnetische Wellen im Käfig

Minibackofe mit Mikrowelle

Minibackofe mit Mikrowelle

Seit Jahrzehnten befürchten Kritiker, dass Strahlen aus Mikrowellengeräten austreten und Menschen schädigen könnten. Richtig ist, dass die Wellen nicht vollständig durch das Gehäuse abgeschirmt werden. Für diese Emission gelten allerdings niedrige Grenzwerte. Das Bundesamt für Strahlenschutz nimmt regelmäßig diesbezügliche Überprüfungen vor. Dabei wurde bisher an keinem funktionstüchtigen Gerät eine Grenzwertüberschreitung gemessen. Sicherheitshalber sollte man das Gesicht nicht direkt an das Gerät heranhalten, da besonders die Augen selbst auf niedrige Werte empfindlich reagieren könnten. Übrigens ist bisher kein einziger Fall dokumentiert, in dem ein defekter Minibackofen mit Mikrowelle oder überhaupt ein Mikrowellenherd jemanden durch austretende Wellen geschädigt hätte.

Strukturänderung in Flüssigkeiten und Mahlzeiten?

Mikrowellen versetzen Wassermoleküle in Schwingung und erwärmen so die Speisen. Doch haben sie tatsächlich Einfluss auf die Struktur der Speisen, und wirkt sich das negativ auf die Gesundheit aus? Zahlreiche Untersuchungen hierzu weisen darauf hin, dass es allein darauf ankommt, wie schonend Mahlzeiten gegart werden. Die Zubereitung im Minibackofen mit Mikrowelle oder im Mikrowellenherd kann sogar schonender sein, da mit weniger Flüssigkeit als auf dem Herd gekocht wird. Nährstoffe, die sonst mit dem Kochwasser weggeschüttet würden, bleiben hier erhalten. Die Zusammensetzung der Nahrung ändert sich Analysen zufolge nicht. Es kann allerdings passieren, dass durch die unterschiedliche Temperaturverteilung während des Garvorgangs Keime und Erreger – beispielsweise Salmonellen in rohem Geflügel – nicht komplett abgetötet werden. Bei Babybrei besteht Verbrennungsgefahr, da einzelne Stellen kochend heiß werden können. Für solche Produkte sollten Sie also besser auf den konventionellen Herd zurückgreifen.

Backofenfunktion: Worauf sollten Sie achten?

Die Entscheidung für einen Minibackofen mit Mini Mikrowelle hat viele Vorteile. In kleinen Küchen, beim Camping oder im Wochenendhaus ist ein solches Gerät äußerst praktisch. Manche Modelle haben oben zwei Kochplatten. Auf diese Weise kann Ihr Minibackofen mit Mikrowelle auftauen, erhitzen, backen, braten, kochen und dämpfen. Damit keine Gefahr von unerwarteter Seite droht, sollten Sie auch auf die Sicherheit der Ofenfunktion einen Blick werfen. Liegen Heizschlangen offen im Gerät, können bei zufälliger Berührung während des Betriebs schwere Verbrennungen die Folge sein. Sie sollten daher unbedingt inwendig verbaut sein. Eine stabile Verarbeitung und einfache Bedienbarkeit vermeiden ebenfalls Gefahren. Ist dann noch das Ofengehäuse gut isoliert, steht dem Kochvergnügen mit Ihrem neuen Minibackofen mit Mikrowelle nichts mehr im Wege.

 

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